Abendrot – Gutwetterbot’,
Morgenrot mit Regen droht.
Abendrot und Morgenhell
sind ein guter Reisegesell.
Auf gut Wetter vertrau’,
beginnt der Tag nebelgrau.
Der Freitag hält es nicht mit der Woche.
Der Morgen grau, der Abend rot,
ist ein gutes Wetterbot.
Der Nebel, wenn er steigend sich erhält,
bringt Regen, doch klar Wetter wenn er fällt.
Der Nordwind ist ein rauher Vetter,
aber er bringt beständig Wetter.
Die Kartoffel sagt:
Legst Du mich im März,
treibst Du mit mir Scherz.
Legst Du mich im April,
komm ich wann ich will.
Legst Du mich im Mai,
komm ich eins, zwei, drei.
Ein Bienenschwarm im Mai
ist wert ein Fuder Heu,
ein Bienenschwarm im Jun’
ist wert ein fettes Huhn,
ein Bienenschwarm im Jul’
kaum eine Federspul’.
Ein guter Tau ist so viel wert wie ein schlechter Regen.
Ein Sonnenblick bringt mehr Gras hervor als zehn Hagelwetter.
Ein Tag Regen tränkt sieben dürre Wochen.
Erst Mistus, dann Christus.
Es ist übel Obst, das nicht zeitig werden will.
Gewitter ohne Regen ist ohne Segen.
Häufig starker Tau hält den Himmel blau.
Hof um den Mond bedeutet Regen,
Hof um die Sonne große Stürme.
Je dunkler die Nacht, je schöner der Tag.
Je trockener der Herbst,
je kälter der Winter,
je besseres Jahr.
Je weißer die Schäfchen am Himmel gehen,
desto länger bleibt das Wetter schön.
Kleiner Regen macht großen Wind legen.
Montagswetter wird nicht wochenalt.
Morgenregen dauert nicht lange.
Morgenrot bringt Kot,
Abendrot bringt Brot.
Morgenrot mit Regen droht.
Nordwind vertreibt den Regen.
Reift das Rebholz richtig aus,
so wird’s übers Jahr viel Wein geben.
Siehst du die Schwalben niedrig fliegen,
wirst du Regenwetter kriegen.
Fliegen die Schwalben in den Höh’n,
kommt ein Wetter, das ist schön.
Siehst Du fremde Wandervögel,
wird es kalt nach alter Regel.
Sonntagswetter spukt am Freitag vor.
Südwest – Regennest!
Trägt’s Häschen lang sein Sommerkleid,
so ist der Winter auch nicht weit.
Viele Eicheln im September,
viel Schnee im März,
ein reiches Kornjahr allerwärts.
Wenn der Mist brav stinkt, so gibt’s Regen.
Wenn der Mond hat einen Ring,
folgt der Regen allerding.
Wenn die Hähne in Streit geraten
und einen wilden Reigen gegeneinander führen,
sollst du merken und verstehen,
bald wirst du den Wind oder’s Wetter sich änder sehen.
Wenn die Sonne sticht und die Kühe brummen,
sagen die Bauern alsbald, es wird gewiss Regen kommen.
Wenn kurz vor Vollmond der Sonn’aufgang neblig war,
wird’s Wetter in den nächsten Tagen warm und klar.
Wenn sich das Wasser bläsert, regnet es bald.
Wenn Wind kommt vor Regen,
ist wenig dran gelegen.
Kommt aber Regen vor Wind,
dann zieh die Segel ein geschwind.
Wer in der Ernte nicht hilft schneiden,
muss im Winter Hunger leiden.
Winter und Sommer haben verschiedene Sinnen:
Der Winter muss verzehren und der Sommer gewinnen.